KI-gestützte Rollenspiele ermöglichen den Praxistransfer
Genau an diesem Punkt setzt KAITE an: Mit KI-gestützten Rollenspielen, die reale Gesprächssituationen simulieren und das Gelernte lebendig machen. Lernende interagieren dabei mit einer KI, die sich wie ein echter
Gesprächspartner verhält – inklusive Emotionen, Widerstand, Verständnis oder Ablehnung.
Vor dem Start wählen sie eine sogenannte Persona – ein individuell konfigurierbares Verhaltensprofil nach dem bekannten DISG-Modell (dominant, initiativ, stetig, gewissenhaft). So lassen sich realistische Gespräche mit verschiedenen Persönlichkeitstypen simulieren. So entstehen Trainingssituationen, die dem echten Berufsalltag entsprechen.
Ein weiterer Mehrwert entfaltet sich nach dem Rollenspiel. Denn KAITE analysiert den Gesprächsverlauf nicht nur formal, sondern inhaltlich: Die KI erkennt kommunikative Muster, bewertet Verhaltensstrategien und formuliert konkrete, nachvollziehbare Verbesserungsvorschläge. Es geht nicht um ein einfaches "richtig" oder "falsch", sondern um differenziertes, individuelles Feedback. Etwa, wo mehr Empathie gefragt gewesen wäre, welche Formulierung überzeugend war – und welche den Gesprächsverlauf ins Stocken brachte. Lernende erhalten dadurch nicht nur eine Einschätzung, sondern echten Lernimpuls: direkt, verständlich und auf ihr Verhalten bezogen.
So gelingt es, einen der größten Schwachpunkte herkömmlicher eLearning-Ansätze zu überwinden: den mangelnden Praxistransfer. KAITE bietet eine Methode, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern Verhalten spürbar verändert – durch aktives Tun und durch Feedback, das den Unterschied macht.